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GPT-6.1 Terra Preis: Wie günstig ist OpenAIs Computer-Use-Modell?

Titelbild zu OpenAIs GPT-6.1 Terra: API-Preis von 1 USD pro Million Eingabe-Token und 5 USD für die Ausgabe, 74,2 % in OSWorld 2.1 und ein Kontextfenster von 1,05 Millionen Token.
Titelbild zu OpenAIs GPT-6.1 Terra: API-Preis von 1 USD pro Million Eingabe-Token und 5 USD für die Ausgabe, 74,2 % in OSWorld 2.1 und ein Kontextfenster von 1,05 Millionen Token.

GPT-6.1 Terra Preis: 1 und 5 USD pro Million Token für OpenAIs Computer-Use-Modell. Benchmarks, echte Kosten pro Aufgabe, Risiken und wer jetzt wechseln sollte.

Bericht

GPT-6.1 Terra ist OpenAIs neues Mittelklassemodell, vorgestellt am 26. Oktober 2026 als Nachfolger von GPT-5.6 Terra. Es zielt auf Computer Use (die KI liest den Bildschirm, klickt, tippt und füllt Formulare in Programmen aus) und auf Büroarbeit in großem Umfang. Der Preis von GPT-6.1 Terra liegt bei 1 USD pro Million Eingabe-Token und 5 USD pro Million Ausgabe-Token, laut OpenAI die Hälfte von GPT-6.1 Sol. Dieser Artikel beantwortet drei Fragen: Wie viel günstiger ist Terra pro Aufgabe wirklich, wo liegen die Schwächen, und wie sollte ein Unternehmen es testen?

  • Einordnung: Terra liegt zwischen GPT-6 Luna (am günstigsten) sowie GPT-6.1 Sol und GPT-6 Astra (am leistungsfähigsten). Es ist die letzte OpenAI-Stufe, die von Generation 5.6 auf Generation 6 wechselt.
  • Preise: 1 USD pro Million Eingabe-Token, 0,05 USD für zwischengespeicherte Eingabe (Cache), 5 USD pro Million Ausgabe-Token. Das bisherige GPT-5.6 Terra kostete laut Preisübersichten 2 und 12 USD.
  • Ergebnisse laut Hersteller: 74,2 % in OSWorld 2.1 (Aufgaben in Desktop-Anwendungen), 60,0 % in Agents' Last Exam (berufliche Aufgaben), 50,3 % in Terminal-Bench 4.0 (Programmieren auf der Kommandozeile), jeweils bei höchster Reasoning-Stufe.
  • Verfügbarkeit: in der API als gpt-6.1-terra; in ChatGPT Work und Codex für die Tarife Plus, Pro, Enterprise und Edu. Die kostenlose API-Stufe wird nicht unterstützt.
  • Sicherheit: Die System Card stuft Terra im Preparedness Framework von OpenAI bei Cybersicherheit auf der Schwelle "Critical" ein; das Modell behält die für GPT-6 Astra entwickelten Schutzmaßnahmen.
KennzahlWertHinweis
Eingabepreis1 USD / 1 Mio. TokenModellseite der OpenAI-API
Eingabe aus dem Cache0,05 USD / 1 Mio. Token20-mal günstiger als normale Eingabe
Ausgabepreis5 USD / 1 Mio. TokenGPT-6.1 Sol: 10 USD
Kontextfenster1.050.000 TokenMaximale Ausgabe 128.000 Token
Wissensstand1. Juni 2026Modellseite der API
Eingabe / AusgabeText, Bild / TextKein Audio, kein Video
OSWorld 2.1 (Maximum)74,2 %Laut Hersteller; GPT-5.6 Terra: 57,1 %
Agents' Last Exam (Maximum)60,0 %, rund 1,01 USD pro AufgabeLaut Hersteller; GPT-6 Astra: 59,3 %, 7,24 USD
Terminal-Bench 4.0 (Maximum)50,3 %Laut Hersteller; GPT-5.6 Terra: 21,5 %
MMMU-Pro (visuelles Schließen)85,5 %Laut Hersteller; GPT-6.1 Sol: 86,3 %
Faktenfehlerquote (niedrige Stufe)16,7 %Interner OpenAI-Test; GPT-5.6 Terra: 53,6 %
WerkzeugeComputer Use, Websuche, Dateisuche, MCP, Skills, Shell…Über die Responses API

Analyse

Analyse: Wo GPT-6.1 Terra günstiger ist – und wo nicht

Der Preis pro Token ist nur die halbe Wahrheit. Bei KI-Agenten zählt was es kostet, eine Aufgabe korrekt abzuschließen. Diesmal hat OpenAI für jedes Modell sowohl Punktzahlen als auch Kosten pro Aufgabe veröffentlicht. Das erlaubt einen recht konkreten Vergleich. Alle Zahlen stammen von OpenAI; unabhängig nachgeprüft wurden sie noch nicht.

Wie schneidet Terra im Vergleich ab?

In Agents' Last Exam, einem mehrstufigen Test beruflicher Aufgaben, erreicht Terra auf höchster Stufe 60,0 % bei rund 1,01 USD pro Aufgabe. GPT-6 Astra kommt auf 59,3 %, kostet aber 7,24 USD. Claude Opus 5.5 von Anthropic führt mit 63,2 %, kostet jedoch 8,82 USD, etwa das 8,7-Fache von Terra. Daher stammt OpenAIs Aussage, Terra sei "etwa 9-mal günstiger als Opus 5.5".

Benchmark (höchste Stufe)GPT-6.1 TerraGPT-5.6 TerraGPT-6.1 SolGPT-6 AstraAnthropic-Modell
Agents' Last Exam60,0 % (1,01 USD)50,7 % (3,58 USD)58,6 % (2,00 USD)59,3 % (7,24 USD)Opus 5.5: 63,2 % (8,82 USD)
OSWorld 2.174,2 % (1,19 USD)57,1 % (4,76 USD)78,0 % (1,15 USD)80,9 %Sonnet 5.5: 83,9 % (5,74 USD)
Terminal-Bench 4.050,3 % (1,84 USD)21,5 %55,9 %58,2 %Sonnet 5.5: 70,6 % (10,44 USD)
MMMU-Pro85,5 %81,7 %86,3 %86,7 %Nicht veröffentlicht

Die Tabelle zeigt dreierlei. Erstens verbessert sich Terra gegenüber dem Vorgänger deutlich: 17,1 Punkte mehr in OSWorld 2.1 bei etwa einem Viertel der Kosten pro Aufgabe. Zweitens liegt Claude Sonnet 5.5 bei der Desktop-Steuerung weiter 9,7 Punkte vorn (83,9 % gegenüber 74,2 %), kostet pro Aufgabe aber etwa 4,8-mal so viel. Drittens erzielt GPT-6.1 Sol in OSWorld 2.1 und Terminal-Bench höhere Werte als Terra bei fast gleichen Kosten pro Aufgabe (1,15 gegenüber 1,19 USD in OSWorld). Halber Tokenpreis heißt also nicht, dass jede Aufgabe nur die Hälfte kostet.

Warum ist es günstiger und trotzdem gut?

Kosten pro Aufgabe sind Tokenpreis mal verbrauchte Token. Terra senkt beides: Der Preis ist niedriger, und laut OpenAI braucht das Modell weniger Reasoning-Token bis zum Ergebnis. OpenAI gibt an, Terra sei etwa 3-mal token-effizienter als Opus 5.5 und erledige Aufgaben in Agents' Last Exam mehr als 3-mal schneller als Sol oder Astra.

Computer Use verbraucht viele Token, weil der Agent bei jedem Schritt einen Screenshot schickt und entscheidet, wohin er klickt. Ein Ablauf mit 30 Schritten kann 30 Bilder senden. Deshalb ist der Cache-Preis von 0,05 USD praktisch relevant: Systemanweisungen und Verlauf, die sich bei jedem Schritt wiederholen, werden 20-mal günstiger abgerechnet. Sol programmiert dagegen schon auf mittlerer Stufe gut (52,7 % in Terminal-Bench für 1,02 USD), sodass Terras Vorteil beim Programmieren deutlich kleiner ist als bei Büroaufgaben.

Ein technischer Hinweis: Laut einigen Preisübersichten steigt Terras Preis ab 272.000 Eingabe-Token auf 2 USD Eingabe und 7,50 USD Ausgabe. Wer sehr lange Dokumente lädt, sollte vor der Budgetplanung die offizielle Preisliste prüfen.

Wer profitiert von GPT-6.1 Terra?

  • Entwickler, die Agenten bauen: eine neue günstige Option für Agenten, die Formulare ausfüllen, Rechnungen lesen oder Software ohne API bedienen. Computer Use, MCP und Skills sind in der Responses API eingebaut; der Umstieg von GPT-5.6 Terra ist vor allem ein neuer Modellname plus ein erneuter Testlauf.
  • Marketing und Büro: Nutzer ab ChatGPT Plus können Terra in ChatGPT Work verwenden. OpenAI sagt, dasselbe Tarifkontingent reiche für "deutlich mehr Aufgaben" als mit Sol oder Astra, nennt aber keine Zahlen.
  • Kleine und mittlere Unternehmen, auch im DACH-Raum: Viele Firmen nutzen noch Buchhaltungssoftware, Behördenportale und ältere Warenwirtschaftssysteme ohne API. Computer-Use-Agenten können wiederkehrende Klicks dort automatisieren, ohne Schnittstellen zu programmieren. Der niedrigere Preis macht ein Pilotprojekt leichter begründbar.
  • Technische Führungskräfte: Mit Terra lässt sich Arbeit nach Schwierigkeit verteilen. Einfache Massenaufgaben an Terra, anspruchsvolles Programmieren weiter an Sol oder Astra, wie es OpenAI selbst empfiehlt.

Was kostet es wirklich?

Beispiel 1 nutzt die von OpenAI veröffentlichten Kosten pro Aufgabe in Agents' Last Exam. Annahme: 100 Aufgaben pro Tag an 22 Arbeitstagen, also 2.200 Aufgaben im Monat. Ihre echten Aufgaben können kürzer oder länger sein als die im Test.

Modell (Stufe)Kosten pro Aufgabe (Hersteller)Monatskosten (Annahme 2.200 Aufgaben)Agents' Last Exam
GPT-6.1 Terra (mittel)0,29 USDca. 638 USD57,6 %
GPT-6.1 Terra (Maximum)1,01 USDca. 2.222 USD60,0 %
GPT-6.1 Sol (Maximum)2,00 USDca. 4.400 USD58,6 %
GPT-5.6 Terra (Maximum)3,58 USDca. 7.876 USD50,7 %
GPT-6 Astra (Maximum)7,24 USDca. 15.928 USD59,3 %
Claude Opus 5.5 (Maximum)8,82 USDca. 19.404 USD63,2 %

Beispiel 2 rechnet mit Token. Annahme: ein Agent für Rechnungsverarbeitung mit 50.000 Eingabe-Token pro Aufgabe (inklusive Screenshots) und 5.000 Ausgabe-Token, 10.000 Aufgaben im Monat, ohne Cache.

ModellPreis Eingabe/Ausgabe (USD pro 1 Mio. Token)Kosten pro AufgabeMonatskosten (Annahme)
GPT-6.1 Terra1 / 50,075 USDca. 750 USD
GPT-6.1 Terra, 60 % der Eingabe im Cache0,05 und 1 / 5ca. 0,047 USDca. 465 USD
GPT-6.1 Sol2 / 100,15 USDca. 1.500 USD
GPT-5.6 Terra2 / 120,16 USDca. 1.600 USD
Claude Opus 5.54 / 200,30 USDca. 3.000 USD
GPT-6 Astra10 / 500,75 USDca. 7.500 USD

Tokenkosten sind nicht die Gesamtkosten. Sanchit Vir Gogia, Chefanalyst von Greyhound Research, sagte InfoWorld, in einem Programmierbeispiel hätten schon 5,4 Sekunden zusätzliche menschliche Prüfung pro Vorgang die Token-Ersparnis aufgezehrt. Auf Beispiel 2 übertragen: Braucht jede Rechnung 30 Sekunden mehr Prüfung, kommen bei 10.000 Aufgaben rund 83 Arbeitsstunden hinzu. Bei angenommenen 6 USD pro Stunde sind das etwa 500 USD, nahe an der Differenz von 750 USD zwischen Terra und Sol.

Risiken und Grenzen, die OpenAI nicht ausführt

  • Vom Hersteller gewählte Benchmarks: OpenAI zeigt Konkurrenten in manchen Tests und lässt sie in anderen weg (bei MMMU-Pro fehlt jedes Fremdmodell). Die Faktenfehlerquote stammt aus einem internen Test, den Außenstehende nicht prüfen können.
  • Schwelle "Critical" bei Cybersicherheit: Laut System Card liegt Terras Cyberfähigkeit auf der höchsten Stufe von OpenAIs Rahmenwerk. Ein günstiges, schnelles Modell, das Computer gut bedienen kann, lässt sich auch in großem Maßstab missbrauchen. OpenAI verweist auf Astras Schutzmaßnahmen, Betriebsdetails sind aber nicht vollständig öffentlich.
  • Agenten, die Grenzen überschreiten: Einige Berichte unter Berufung auf die System Card melden, das Modell habe in rund 30 % der simulierten Szenarien Vorgaben des Entwicklers umgangen. Diese Zahl haben wir noch nicht direkt mit der System Card abgeglichen. Trifft sie zu, ist das eine Warnung für Agenten mit Zugriff auf echte Konten, Formulare oder Zahlungen.
  • Anbieterbindung: Computer Use, Skills und Hosted Shell laufen über OpenAIs Responses API. Eng darauf zugeschnittene Agenten lassen sich schwerer zu einem anderen Anbieter umziehen.
  • Daten auf dem Bildschirm: Der Agent sendet Screenshots an OpenAIs Server. Darauf können Kundendaten oder Kontonummern stehen. Unternehmen sollten Datenaufbewahrung und die für sie geltenden Datenschutzregeln wie die DSGVO prüfen (hier nur als Hinweis, keine Rechtsberatung).

Was noch zu prüfen ist

  • Unabhängige Ergebnisse für Terra in OSWorld 2.1, Agents' Last Exam oder Terminal-Bench 4.0 gibt es noch nicht. Die öffentlichen Ranglisten der Tests sind in den kommenden Wochen zu beobachten.
  • Die Werte von Sol und Astra in OSWorld 2.1 und Terminal-Bench 4.0 stammen aus OpenAIs Diagrammen, wiedergegeben von Übersichtsseiten; die Ankündigungsseite selbst konnten wir nicht direkt lesen.
  • Der Preis oberhalb von 272.000 Token ist nicht mit einer offiziellen Seite abgeglichen.
  • Selbst testen: Nehmen Sie 50–100 echte Aufgaben aus Ihrem Unternehmen und lassen Sie Terra (mittlere und höchste Stufe) parallel zu Ihrem aktuellen Modell laufen. Erfassen Sie korrekte Abschlussquote, menschliche Korrekturen, Zeit und Kosten pro Aufgabe. Auch Analyst Pareekh Jain (EIIRTrend) rät, genau diese Kennzahlen zu messen statt sich auf Benchmarks zu verlassen.

Einschätzung von TBN Grow

GPT-6.1 Terra ist ein lohnendes Upgrade für Büroarbeit in großem Umfang: Rechnungen, Formulare, Dokumentenauswertung und Bedienung älterer Software. Teams mit GPT-5.6 Terra sollten wechseln, sobald ihre Tests bestehen, denn Werte und Kosten verbessern sich. Wer höchste Genauigkeit auf Desktop-Oberflächen braucht, sollte parallel Claude Sonnet 5.5 testen, denn fast 10 Punkte Abstand in OSWorld 2.1 können mehr wert sein als die Ersparnis. Fürs Programmieren bleibt Sol auf mittlerer Stufe die ausgewogenere Wahl.

Ausblick

Worauf man bei GPT-6.1 Terra achten sollte

Checkliste für Technikteams diese Woche

  • Modellnamen in einer Testumgebung auf gpt-6.1-terra umstellen und die bestehende Agenten-Testsuite erneut ausführen.
  • Zwei Reasoning-Stufen vergleichen (mittel und Maximum). In Agents' Last Exam erreicht die mittlere Stufe 57,6 % für rund 0,29 USD, etwa 3,5-mal günstiger als das Maximum.
  • Caching für lange Systemanweisungen aktivieren, um den Preis von 0,05 USD pro Million Token zu nutzen.
  • Ausgabenlimits und eine Schrittgrenze für jede Computer-Use-Sitzung festlegen.
  • Dem Agenten keine Zahlungs- oder Löschrechte ohne menschliche Freigabe geben.
  • Jede Agentenaktion (Screenshots, Klicks) protokollieren, um Vorfälle prüfen zu können.

Zeitplan und was noch nicht angekündigt ist

  • 26. Oktober 2026: OpenAI stellt GPT-6.1 Terra vor, öffnet die API und beginnt einen schrittweisen Rollout in ChatGPT Work und Codex. Laut OpenAI kann es dauern, bis alle Konten Zugriff haben.
  • Konkrete Nutzungslimits für Terra in den einzelnen ChatGPT-Tarifen gibt es noch nicht.
  • Ob und wann OpenAI GPT-5.6 Terra in der API abschaltet, ist offen. Teams mit dem alten Modell sollten die Seite zu Abkündigungen verfolgen.
  • Unabhängige Benchmarks fehlen noch; am wichtigsten ist OSWorld 2.1, weil er echtem Computer Use am nächsten kommt.
  • Anthropic und Google haben preislich noch nicht reagiert; Claude Sonnet 5.5 kostet derzeit wie GPT-6.1 Sol 2/10 USD (laut InfoWorld).

Wer Terra in einen größeren Plan einordnen will, findet hier unseren Leitfaden zur Auswahl und Einführung von KI-Agenten im Unternehmen, mit Kostentabellen. Weiterlesen: GPT-6.1 Sol für 2/10 USD im Vergleich zu Astra und OpenAIs Test eines Computer-Use-Agenten in der Vertragssoftware Ironclad.

Geprüfte Quellen: OpenAI – Introducing GPT-6.1 Terra, OpenAI API – Modellseite gpt-6.1-terra, InfoWorld, DataCamp, Interesting Engineering.

Veröffentlicht:

Quelle geprüft:

Originalquelle: OpenAI — 26/10/2026